– INGELHEIM (BIERMANN) – Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern Boehringer Ingelheim rechnet mit fallenden Preisen für Medikamente.
"Während das Bruttoinlandsprodukt um fünf Prozent geschrumpft ist, sind die Gesundheitsausgaben gestiegen. Da müssen alle Beteiligten einen Beitrag leisten, auch die Pharmaindustrie", sagte der Sprecher der Unternehmensleitung, Andreas Barner, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Zur Preisfindung regte der Manager einen "sachlich orientierten Kompromiss" an. So solle man nicht nur auf die Arznei selbst schauen, sondern auch auf die "gesamte Wirkung einer Behandlung auf das Gesundheitssystem, also beispielsweise, ob ein Medikament dabei hilft, Krankenhaus- oder Pflegekosten einzusparen".
Der nicht börsennotierte, hochprofitable Pharmahersteller, der sich noch immer in Familienbesitz befindet, rechnet wegen auslaufender Patente im laufenden Jahr mit einem stagnierenden Umsatz. Der Gewinn dürfte Barner zufolge sogar sinken, auch wegen hoher Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Allerdings habe das Unternehmen "eine erfreulich starke Pipeline mit Medikamenten vor der Markteinführung".
Boehringer Ingelheim führt auch Orthopädika in seinem Sortiment. Etwa Präparate zur Thrombosephrophylaxe.
(dpa)
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