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DGCH-Kongress: Kommunikation ist Schwerpunktthema

Auf dem DGCH-Kongress soll über die richtige Kommunikation diskutiert werden. (Foto: Rainer Claus/Fotolia)
Auf dem DGCH-Kongress soll über die richtige Kommunikation diskutiert werden. (Foto: Rainer Claus/Fotolia)

02.03.2010 (BIERMANN) – Der Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) bietet diesmal viele Veranstaltungen rund um das Thema Kommunikation. Im Versorgungsalltag entscheide der richtige Austausch mitunter über Leben und Tod, sind sich die DGCH-Kongress-Organisatoren sicher.

"Die Intensiv- und Notfallmedizin erfordert schnelle Entscheidungen, und diese sollten Ärzte möglichst interdisziplinär treffen. Eine funktionierende Kommunikation ist hier lebenswichtig", teilten die Veranstalter im Vorfeld des Kongresses mit. Mehrere Veranstaltungen wollen sich der Frage widmen, wie Chirurgen die Kommunikation in ihrem Haus optimal organisieren können.

Das diesjährige Tagungsmotto "Wissen, Denken, Handeln" bietet aber nicht nur Raum für Fragen der Versorgung und Medizin: Prof. Reiner Gradinger, DGCH-Präsident und in Personalunion Tagungsleiter, hat sich vorgenommen, auch heiße Eisen aus der Politik anzufassen: Die Kommerzialisierung der Medizin soll auf dem Kongress kritisch beleuchtet werden: "Prämienzahlungen für eingewiesene Patienten oder Rationierungen von Leistungen aufgrund des Kostendrucks dürfen nicht zum medizinischen Alltag werden", forderte Gradinger.

Ein weiterer Bereich ist der Grundlagenforschung gewidmet. Die Veranstalter wollen den Kongress nutzen um sichtbar zu machen, wie "das Zusammenspiel zwischen wissenschaftlichem Fortschritt und klinischem Alltag" funktioniert. Dabei wollen Kliniker und Grundlagenforscher in gemeinsamen Sitzungen der Frage nachgehen, wie neue Techniken am schnellsten in die klinische Praxis überführt werden können.

Der DGCH-Kongress findet vom 20. bis zum 23. April 2010 in Berlin statt. Für Orthopäden und Unfallchirurgen bietet er auch ein ausgesprochen vielfältiges Programm (wir berichteten): Kongresspräsident Gradinger, selbst Orthopäde, hat mehrere orthopädisch-unfallchirurgische Sitzungen im Programm verankert.

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