(BIERMANN) – Arbeitsüberlastung, Personalmangel, schlechte Bezahlung: Die rund 2000 Ärzte in den Kurkliniken und Sozialmedizinischen Diensten der Deutschen Rentenversicherung DRV sind unzufrieden. Am Dienstag machten sie bei einer Demonstration am Rande des 19. Rehabilitationswissenschaftlichen Forums der DRV Bund in Leipzig ihrem Unmut Luft.
Dazu aufgerufen hatte die Gewerkschaft Marburger Bund. Der Bund fordert den Abschluss eines Tarifvertrages, der die Reha-Ärzte vor allem beim Einkommen mit ihren Kollegen an anderen Kliniken gleichstellt. Die letzte Gesprächsrunde hatte es im November 2009 gegeben. Laut Marburger Bund beteiligten sich rund 150 Mediziner an der Demonstration und einer Kundgebung.
Die Deutsche Rentenversicherung Bund sprach dagegen von lediglich 60 Teilnehmern. Die Forderung des Marburger Bundes, die Bezahlung der Reha-Ärzte an das Niveau anderer Kliniken anzugleichen, sei "nicht nachzuvollziehen", hieß es in einer Mitteilung. "Eine Vergleichbarkeit mit den Arbeitsbedingungen in einem Akut-Krankenhaus mit Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit, vielen Wechselschichten, Bereitschaftsdiensten und Rufbereitschaften ist nicht gegeben."
Bei dem Reha-Forum beschäftigen sich noch bis Mittwoch 1400 Experten mit der Frage, wie die Qualität der medizinischen und beruflichen Rehabilitation verbessert werden kann.
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