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Mälzer: Ohne zusätzliche Mittel keine Kodierung

Helmut Mälzer (Foto: Mälzer)
Helmut Mälzer (Foto: Mälzer)

04.03.2010 (BIERMANN) – Der Präsident des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU), Helmut Mälzer, sieht in der geplanten neuen Kodierung von Krankheitsdiagnosen keine Bereicherung.

"Die niedergelassenen Orthopäden und Unfallchirurgen fordern die Kassen auf, Gelder, die für die Patientenversorgung benötigt werden, nicht für zusätzliche Verwaltungsbürokratie zu ?verbrennen' und die Kodierrichtlinien fallen zu lassen, teilte der Verband mit. Die Idee, die Kodierung zu ändern, sei zwar sinnvoll, der Verwaltungsaufwand sei aber zu hoch und zusätzliches Geld, um die Mehrarbeit zu leisten, sei nicht in Sicht.

"Entweder muss sich der Orthopäde und Unfallchirurg selbst an die Verschlüsselung setzen oder dafür eine Arzthelferin abstellen. Diese stehen dann nicht mehr den Patienten zur Verfügung. Erst wenn für zusätzliche Arbeit zusätzliche Mittel zur Verfügung stehen, kann zusätzliches Personal eingestellt werden", stellte der BVOU klar.

Mit den neuen Kodierrichtlinien sollen Krankheiten besser erfasst werden als bisher. Hintergrund ist, dass mit einer genaueren Beschreibung der Versorgung, die Morbidität besser eingeschätzt werden kann. Krankenkassen erhalten bereits jetzt für Patienten mit Krankheiten, die eine aufwändige Behandlung erfordern, Gelder aus dem Risikostrukturausgleich. Geplant ist zudem, die Vergütung der Ärzte an der neuen Kodierung auszurichten.

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