– BIELEFELD (BIERMANN) – Nach Unterzeichnung eines Vertrags zwischen dem Klinikum Bielefeld und Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld samt Darlehen für neue Kicker fordert die Kommunalaufsicht Klarheit. Die Bezirksregierung Detmold hat sich in den Fall eingeschaltet.
Stein des Anstoßes: Die Klinik ist eine gemeinnützige GmbH und gehört zu 90 Prozent der Stadt Bielefeld. "Wir haben von Stadt und Krankenhaus kurzfristige Stellungnahmen gefordert", bestätigte ein Sprecher der Bezirksregierung am Donnerstag entsprechende Medienberichte. Nach Auskunft der Stadt steht Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) hinter dem Engagement der Klinik, mit der Zusammenarbeit die Bekanntheit des Krankenhauses zu steigern.
Anfang der Woche hatten die Vertragspartner die Kooperation bekanntgegeben: Arminia Bielefeld erhält über die nächsten drei Jahre ein Darlehen in Höhe von insgesamt 250 000 Euro zu einem Zinssatz von zwei Prozent - mit dem Geld waren zwei neue Spieler verpflichtet worden. Im Gegenzug lasse Arminia alle "Sport-Checks" der Spieler ab 17 Jahren und die Akutversorgung etwa bei Unfällen im Klinikum durchführen, wie ein Kliniksprecher am Donnerstag betonte.
"Wenn ein Spieler dann von einen anderen Mediziner behandelt werden möchte, ist das natürlich in Ordnung. Die freie Arztwahl ist durch die Kooperation keinesfalls beeinträchtigt", sagte der Kliniksprecher weiter. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hatte kritisiert, der Vertrag schränke die Arztwahl der Spieler ein.
(dpa)
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